Wall Street: Datenskandal bei Bloomberg
Händler von Banken und Hedgefonds können an den Computerterminals des Unternehmens Bloomberg live Daten zum Börsengeschehen abrufen und damit auch handeln. Zur Firma Bloomberg gehört eine Nachrichtenagentur mit gleichem Namen, die sich auf Börsennachrichten spezialisiert hat. Nun ist öffentlich geworden, dass die Journalisten von Bloomberg News über einen längeren Zeitraum hinweg Kundendaten mitlesen konnten.
Name.com wurde gehackt
Das US-Unternehmen Name.com wurde Opfer eines Hackerangriffs. Der Webhoster informierte seine Kunden darüber, dass Mailadressen, verschlüsselte Passwörter und verschlüsselte Kreditkartendaten entwendet wurden. Name.com hat seine Kunden dazu aufgefordert, die Passwörter umgehend zurückzusetzen.
Das Unternehmen geht bisher davon aus, dass der Angriff auf den Account eines wichtige Geschäftskunden abgezielt hatte. Wie der Einbruch gelang ist bisher noch unklar.
Trotz Kritik von Bürgerrechtlern: Ermittler dürfen ab Anfang Juli Bestandsdaten abfragen
Der Bundesrat hat am 3.Mai den umstrittenen Gesetzentwurf zur Reform der Bestandsdatenauskunft abgesegnet. In diesem neuen Gesetz wird geregelt, unter welchen Bedingungen Ermittler von Bundesbehörden bei Telekommunikationsanbietern Informationen von Anschlussinhabern abfragen können. Behörden erfahren dann neben dem Namen, dem Bankkonto und den Adressen der Nutzer auch Informationen über eventuelle SIM-Karten für den Partner oder die Zugangsdaten zur Entsperrung des Telefons selbst.
Daten von 50 Millionen LivingSocial-Nutzern entwendet
Das Schnäppchen-Portal LivingSocial wurde Opfer eines Hackerangriffs. Dabei haben die Angreifer persönliche Daten wie Name, Mail-Adresse, Geburtsdatum und verschlüsselte Passwörter von 50 Millionen Kunden entwendet. Das Unternehmen ruft seine Kunden dazu auf, umgehend die Passwörter zu ändern. Kreditkartendaten der Kunden sind laut Aussagen des Unternehmens nicht von dem Angriff betroffen, da diese in einer separaten Datenbank aufbewahrt werden.
Twitter-Account von Associated Press gehackt
Der Twitter-Account der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) wurde von Unbekannten gehackt, um eine Falschmeldung über angebliche Explosionen im Weißen Haus und eine Verletzung des US-Präsidenten Barack Obama zu verbreiten. Die Nachricht hatte kurzeitige Auswirkungen auf den US-Leitindex Dow Jones und sorgte nicht nur bei der Börsenaufsicht, sondern auch beim FBI für Aufregung. Nun soll untersucht werden, wie die Hacker sich Zugang zum Twitter-Account verschafft haben.
Betrugsmasche an Bankautomaten: Skimming aus dem Ausland
Die Betrugsmasche Skimming beschäftigt die Polizei. Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Konstanz 115 Fälle von Skimming gemeldet. Täter plündern dabei von Mexiko oder Kambodscha aus deutsche Konten. Dafür spähen die Betrüger elektronische Daten von Geldkarten aus und fertigen Kopien, sogenannte White Plastics, an um damit vom Ausland aus deutsche Konten zu plündern. Die Kuriere, die die Bankautomaten in Deutschland mit vorgefertigten Schablonen ausrüsten, kommen meist aus Osteuropa.
Einbruch bei Vudu - Festplatten mit Kundendaten entwendet
Beim Video-on-Demand-Dienstleister Vudu hat es einen Einbruch gegeben. Das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen gab am 10.04.2013 bekannt, dass unter anderem Festplatten entwendet wurden, auf denen sich Kundeninformationen befinden. Zu den entwendeten Daten zählen Namen, Geburtsdaten, E-Mail- und postalische Adressen, Buchungsaufzeichnungen und die letzten vier Ziffern der Kreditkartennummern sowie verschlüsselte Passwörter.
Datenleck enthüllt Steuersünder und zweifelhafte Finanzgeschäfte
Ein anonymer Informant hat dem Internationalen Konsortium für investigative Journalisten (ICIJ) in Washington einen umfassenden Datensatz zugespielt. Dieser enthält Namen von 130.000 mutmaßlichen Steuerbetrügern aus 170 Ländern, mehr als zwei Millionen E-Mails sowie die Auflistung von 122.000 Briefkastenfirmen und Trusts aus Steueroasen. Genannt werden dabei die Britischen Jungferninseln, die Cook-Inseln, Samoa, Hongkong, Singapur, die Cayman-Inseln, Mauritius, die Insel Labuan oder die Seychellen.
EU gegen Googles Datenschutzbestimmungen
Einzelne Länder der EU, unter anderem Deutschland und Frankreich, wollen verstärkt gegen die aktuellen Datenschutzbestimmungen von Google vorgehen. Laut der geltenden Bestimmungen von Google darf der Konzern die angegebenen Daten der Nutzer in den einzelnen Onlinediensten wie Gmail oder YouTube umfassend und dienstübergreifend auswerten. Dabei muss der Konzern dem Nutzer gegenüber nicht einmal den Zweck der Verarbeitung der Daten mitteilen, geschweige denn, seine Zustimmung einholen. Google ist es durch seine vielfältigen Angebote möglich, umfassende Profile der einzelnen Nutzer zu erstellen.
FBI plant E-Mails und Chats in Echtzeit zu überwachen
Die US-Bundespolizei FBI will künftig die Daten von Onlinediensten wie Dropbox und Gmail in Echtzeit auslesen. Bisher darf das FBI diese Daten zwar ohne richterlichen Beschluss einsehen, dies geschieht aber mit einer zeitlichen Verzögerung. Die Zeitverzögerung ergibt sich daraus, dass die Daten von Onlineanbietern wie Dropbox oder Goolge Voice verschlüsselt werden und das FBI die Verschlüsselung zunächst rückgängig machen muss. Wie genau dieses Problem beseitig werden soll ist noch unklar, sicher ist aber, dass das FBI verstärkt gegen Kriminalität im Netz vorgehen will.
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