Google soll auch Passwörter von E-Mail-Accounts gespeichert haben

21.06.2010

Die französische Datenschutzbehörde Commission Nationale de l'Informatique et des Libertés (CNIL) wirft dem Internetkonzern Google vor, im Rahmen der Datenerfassung für seinen Service Street View auch Passwörter von E-Mail-Accounts und Teile von elektronischen Nachrichten gespeichert zu haben. Die CNIL fordert nun, dass Google innerhalb von sieben Tagen alle Daten zur Verfügung stellt, die in Frankreich erhoben wurden.

crn.de vom 21.06.2010

Bundesregierung plant Gesamtstrategie zum Datenschutz

21.06.2010

Bundesinnenminister Thomas de Maizière kündigte in einem Gespärch mit dem Spiegel an, dass die Bundesregierung im Herbst eine Gesamtstrategie vorlegen wolle, um gesetzliche Bestimmungen im Sinne eines verbesserten Datenschutzes im Online-Zeitalter auf verschiedenen Ebenen anzupassen. Zwar fänden sich schon in bestehenden Gesetzen das Recht auf Auskunft, Löschung, Sperrung oder Widerspruch, "manche Regelungen müssen mit Blick auf das Internet aber eventuell ergänzt oder ihre Umsetzung muss erleichtert werden", so der Minister weiter.

Nach Server-Update: Erneute Datenpanne bei AT&T

17.06.2010

Nutzern, die bei dem Telekommunikationskonzern AT&T das iPhone4 vorbestellen wollten, wurden nach dem erfolgreichen Login die Kontodaten anderer Kunden präsentiert – inklusive Adresse, Rechnungsübersicht und getätigter Anrufe. Dabei soll es allerdings nicht möglich gewesen sein, die Daten zu manipulieren. Nach Bekanntwerden der Panne nahm AT&T die Seiten vom Netz. Mittlerweile sind sie wieder verfügbar – jedoch sollen keine Vorbestellungen mehr möglich sein. Über die Ursachen der Probleme gibt es noch keine offizielle Stellungnahme.

EU-Parlament droht mit Blockade des SWIFT-Abkommens

16.06.2010

Auch im zweiten Anlauf droht das EU-Parlament mit einer Blockade des neuen Abkommensentwurf zur Übermittlung der Bankdaten an die USA. Die Abgeordneten kritisieren vor allem die lange Speicherdauer der Daten von fünf Jahren und die fehlenden Kontrollmöglichkeiten. Auch Bundesdatenschützer Peter Schaar kritisiert, dass die Daten in den USA regelmäßig fünf Jahre gespeichert bleiben sollen. Unbefriedigend sei außerdem. dass weiterhin sehr umfangreiche Daten, die ganz überwiegend des Terrorismus unverdächtige und unschuldige Personen betreffen, in die USA übermittelt werden sollen.

Rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte stellt Strafantrag gegen Google

15.06.2010

Nach dem hamburgischen Datenschutzbeauftragten hat nun auch der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Edgar Wagner gegen den Suchmaschinengiganten Google Strafantrag bei allen acht Staatsanwaltschaften des Bundeslandes gestellt. Denn auch wenn das Unternehmen im Mai 2010 diese Datenerhebung gestoppt habe, "sind die begangenen Rechtsverstöße als erheblich zu bezeichnen und deshalb auch zu ahnden", teilte Wagner mit.

heise.de vom 14.06.2010

Google übergibt Bericht über gespeicherte WLAN-Daten an Datenschützer

10.06.2010

Wie angekündigt, hat der Internetdienstleister Google einen Bericht an die Datenschützer in Deutschland, Frankreich und Spanien übergeben, in dem die von Google eingesetzte Software zum Scannen der Funknetze analysiert wurde. Der Bericht kommt dabei zu dem Ergebnis, dass Google die Anwenderdaten wie E-Mail-Fragmente nur aus offenen Funknetzen gespeichert hat. Es habe keinen Versuch gegeben, die Verschlüsselung von geschützten WLAN-Stationen auszuhebeln.

Hacker klauen 114.000 E-Mail-Adressen von iPad-Nutzern

10.06.2010

Die französische Hackergruppe Goatse Security hat 114.000 E-Mail-Adressen aus der iPad-Kundenkartei des US-Providers AT&T gestohlen. Betroffen sind dabei US-Kunden, die ein iPad mit UMTS-Funktion gekauft haben. Zu den Betroffenen sollen unter anderem auch verschiedene Prominente, wie New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg, New-York-Times-Geschäftsführerin Janet Robinson und Filmproduzent Harvey Weinstein gehören.

sueddeutsche.de vom 10.06.2010

Innenministerium und BSI veröffentlichen Studie zum Identitätsdiebstahl im Internet

09.06.2010

Das Bundesministerium des Innern (BMI) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben eine Studie zum Identitätsdiebstahl und -missbrauch im Internet veröffentlicht. Die Studie betrachtet Identitätsdiebstahl und Identitätsmissbrauch aus technischer und rechtlicher Perspektive und leitet Handlungsempfehlungen ab. "Für die Zukunft wird prognostiziert, dass Identitätsdiebstahl und -missbrauch noch nicht absehbare Formen annehmen werden, da neue Techniken und Plattformen immer neue Angriffsszenarien ermöglichen", so das BMI in seiner Zusammenfassung.

EU-Kommission und USA einigen sich beim SWIFT-Abkommen

08.06.2010

Die EU-Kommission und die USA haben sich in den Verhandlungen über ein neues Abkommen zur Übermittlung von Bankdaten an US-Behörden geeinigt. Nun muss nur noch das EU-Parlament seine Zustimmung geben. Im Februar 2010 hatte das EU-Parlament das Abkommen gekippt und somit eine Neufassung erzwungen. Die Abgeordneten fordern strenge Auflagen für die US-Behörden und Datenschutzgarantien.

heise.de vom 07.06.2010

Deutsche nachlässig im Umgang mit Passwörtern

07.06.2010

Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Bitkom ergab: Die Deutschen sind unvorsichtig im Umgang mit Passwörtern. 37 Prozent geben private Passwörter für ihren Computer, Internet-Seiten und Co. an andere weiter. Jeder Dritte vertraut selbst am Arbeitsplatz berufliche Passwörter anderen Personen an. Bitkom-Präsidiumsmitglied Prof. Dieter Kempf betonte, dass Passwörter nur in Ausnahmesituationen weitergegeben werden sollten. Zwar könne in Einzelfällen eine zeitlich begrenzte Weitergabe des Passworts an vertrauenswürdige Personen, zum Beispiel für Wartungsprozesse, notwendig sein.

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