EU und USA verbünden sich für besseren Datenschutz bei sozialen Netzwerken
Die Allianz "Trans Atlantic Consumer Dialogue" (TACD), eine Vereinigung von Verbraucherschutzgruppen aus der EU und den USA, hat eine Resolution verabschiedet, mit der sie auf einen besseren Datenschutz bei sozialen Netzwerken drängt. Millionen Nutzer von Online-Gemeinschaften seien Gefährdungen ihrer Privatsphäre ausgesetzt und könnten ihre personenbezogenen Informationen nicht angemessen kontrollieren.
Supermarktketten fordern zweifelhafte Einwilligungen zur Weitergabe von Kontodaten
Mehrere Supermarktketten sind wegen ihres Umgangs mit Kundendaten in die Kritik geraten. Nach Informationen von NDR Info hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen einen famila-Markt in Kiel Klage beim Landgericht eingereicht. Dem Supermarkt wird vorgeworfen, dass die Kunden, die per Unterschrift mit EC-Karte bezahlen, auf dem Kassenzettel gleichzeitig eine Einwilligungserklärung zur Weitergabe ihrer Kontodaten unterschreiben.
Datenleck bei Facebook: Chats aller Freunde einsehbar
Eine Sicherheitslücke in Facebook erlaubte Nutzern des Netzwerkes, die Live-Chats aller Freunde mitzulesen und Kontaktanfragen oder den Benachrichtigungsstatus einzusehen. Die Lücke tauchte ausgerechnet in einer Sicherheitsfunktion zum Schutz der Privatsphäre auf. Facebook hatte daraufhin die Chatfunktion vorübergehend deaktiviert und die Sicherheitslücke geschlossen.
11. Datenschutzkongress: Rechtsprofessor fordert grundlegende Modernisierung des Datenschutzrechts
Auf dem 11. Datenschutzkongress in Berlin forderte der Münsteraner Informationsrechtler Thomas Hoeren eine grundlegende Modernisierung des Datenschutzrechts. Es sei mittlerweile ein "großes schwarzes Loch, das nur noch Energie frisst", monierte der Rechtsprofessor. Schon bei den Grundbegriffen herrsche Ratlosigkeit. So müsse man etwa fragen, ob der Begriff der "Einwilligung" in die Datenverarbeitung noch angemessen sei. Es sei überfällig, das Datenschutzrecht "durchzufegen und wieder Strukturen hineinzubringen."
Datenschutz wird in deutschen Unternehmen nicht ernst genommen
Einer Studie von PricewaterhouseCoopers zufolge wird der Datenschutz in deutschen Unternehmen nicht ernst genug genommen. Es mangele vor allem an Schulungen für die Mitarbeiter, die jedoch nach Ansicht der betrieblichen Datenschützer die Hauptursache für Verstöße gegen die Regelungen seien. Im Rahmen der Studie seien 230 Datenschutzbeauftragte in Unternehmen befragt worden.
Innenministerium diskutiert Einführung des Datenbriefes
Wie Zeit online berichtet, könnte es noch in dieser Legislatur in Deutschland ein neues Instrument des Datenschutzes geben: den Datenbrief. Die Idee: Behörden und Unternehmen müssen einmal im Jahr ihre Kunden darüber informieren, welche Daten sie von ihnen speichern und verarbeiten.
Datenleck bei Facebook: 1,5 Millionen Datensätze im Umlauf
Wie die iDefense-Gruppe VeriSign berichtet, befinden sich derzeit Datensätze zu rund 1,5 Millionen Facebook-Profilen im Umlauf. In diversen Foren werden die Profile zum Verkauf angeboten. Ein Paket von tausend Profilen kostet 25 bis 45 US-Dollar.
99 Prozent der Videokameras in Niedersachen verstoßen gegen den Datenschutz
Der niedersächsische Landesdatenschutzbeauftragte Joachim Wahlbrink hat 3345 Überwachungskameras in und an öffentlichen Gebäuden von Verwaltungen, Polizei und Justiz in Niedersachen überprüft. Dabei hat sich herausgestellt, 99 Prozent von ihnen gegen die im Land geltenden Bestimmungen zum Datenschutz verstoßen.
Google Street View registriert auch private Funknetze
In einer gemeinsamen Meldung erheben der Hamburgischen Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar und des Datenschutzbeauftragten des Bundes, Peter Schaar weitere Vorwürfe gegen Google Street View. So seien die Google-Street-View-Fahrzeuge auch mit einem Scanner für WLAN-Netze ausgestattet und registrieren somit auch private Funknetze. Die Datenschützer fordern den "sofortigen Ausbau der WLAN-Scanner aus Google-Street-View Fahrzeugen".
Datenpannen 2010: Keine Entspannung in Sicht
Das Projekt Datenschutz musste im ersten Quartal 2010 insgesamt 18 gravierende Datenschutzvorfälle verzeichnen. Gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres stieg die Zahl der Vorfälle um fast 40 Prozent.
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