Über die Projekte

Das Projekt Datenschutz

Datenpannen, Datenmissbrauch, Datenlecks, Identitätsdiebstahl, illegale Überwachung ... die entsprechenden Meldungen gehören längst zu unserem Alltag. Die Vorfälle ereignen sich mittlerweile in so großer Zahl, dass man schnell den Überblick verlieren kann.

Das "Projekt Datenschutz" schafft hier Abhilfe. Es wurde im September 2009 von PR-COM, Agentur für strategische Unternehmenskommunikation und PR in München, ins Leben gerufen und sammelt Datenpannen, Datenskandale und sonstige Datenvorfälle in deutschen Unternehmen, Behörden und Organisationen. Aber auch die Aktivitäten des deutschen und EU-Gesetzgebers hinsichtlich Datenschutz werden in diesem Projekt im „News“-Bereich dokumentiert, sporadisch auch weitere interessante Datenvorfälle in anderen Ländern.

PR-COM will mit diesem Projekt alle Beteiligten sensibilisieren, mit Daten sorgfältig und verantwortungsvoll umzugehen:

1. Unternehmen sollen ihre eigenen und die in ihrem Verantwortlichkeitsbereich befindlichen Daten besser schützen. Die Technologien dazu gibt es längst: moderne IT-Sicherheitsysteme sind ausgereift und lassen sich problemlos in bestehende Infrastrukturen integrieren.

2. Bürger sollen ihre privaten Daten nicht bedenkenlos weitergeben, vor allem nicht im Internet oder in sozialen Netzwerken.

3. Den Gesetzgebern soll ihr verfassungsmäßiger Auftrag in Erinnerung gerufen werden. Es geht um nichts weniger als um ein Monitoring zum Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung.

Selbstverständlich wird das Projekt mit größter Akribie verfolgt; PR-COM kann trotzdem keine Gewähr für die Vollständigkeit oder Richtigkeit der Daten übernehmen. Hinweise auf mögliche Fehler sind daher stets willkommen, aber natürlich auch Informationen über Datenschutzvorfälle, die auf dieser Site nicht gelistet sind. Bitte informieren Sie uns.

Affäre Snowden

Wie kaum ein anderer Fall in der jüngeren Datenschutz-Geschichte hat die Affäre Snowden unser Vertrauen in die Politik gründlich erschüttert: die Enthüllungen legen nahe, dass gewählte Regierungen sich ganz bewusst über ihre Gesetzgebung hinwegsetzen. Sie sind nicht nur merkwürdig passiv, wenn es um die Einhaltung unserer Grundrechte, also der informationelle Selbstbestimmung, geht, sondern wirken sogar aktiv dagegen, unter Ausnutzung moderner IT-Technologien und des Internets. Dazu gehören die USA, aber auch Deutschland und andere. Das ist ein politischer Skandal erster Ordnung.

Ironischerweise ist auch die Politik selbst Opfer der Geheimdienste geworden: Offenbar hat die NSA nicht nur mutmaßliche Terroristen, einfache Bürger und Unternehmen abgehört, sondern auch UNO, EU oder den mexikanischen Staaatschef. Die Affäre kulminierte, als bekannt wurde, dass sogar Telefongespräche unserer Bundeskanzlerin abgehört wurden.

Neben Dementis liefern Geheimdienste und Staaten wechselweise skurrile Erklärungen („die ägyptische Vorwahl ist schuld“), hüllen sich in nebulöses Schweigen, wollen die Angelegenheit aussitzen oder stellen sich einfach dumm, so etwa unser Ex-Innenminister Hans-Peter Friedrich („Alle Verdächtigungen sind ausgeräumt“).

Um Licht in das Dickicht zu bringen, listet Projekt Datenschutz alle wichtigen Ereignisse rund um die Affäre Snowden chronologisch auf, sowie deren Konsequenzen. Tagesaktuell werden alle Geschehnisse recherchiert, die Informationen sind auch in unserem Twitter-Account nachzulesen. Zudem gibt es weiterführende News.

Auch hier der Hinweis, dass wir mit größtmöglicher Sorgfalt arbeiten. Dennoch können wir keine Gewähr für die Vollständigkeit oder Richtigkeit der Daten übernehmen. Wir freuen uns, wenn Sie uns auf Fehler aufmerksam machen oder uns fehlende Informationen zukommen lassen, am besten hier